Friedrich Grütter 8.7.1889 - 1.8.1963
Germanist – Philosoph - Theosoph      Pseudonym Friedrich Kreuznam

Publikationen
posthum erschienen folgende Veröffentlichungen.

Die Greuter
eine deutsche Familien- geschichte aus der Kaiserzeit bis zum Untergang der Nazidiktatur.

Band  I 1880-1918
Band II 1914-1933
Band III 1933-1939
Band IV 1940-1943

Das Evangelium als deutsches Kulturgut eine
Evangelien-Harmonie

Orpheus Trilogie

Die Schwarze Madonna – Drama – 1989

Die weltberühmten Weltweisen – Lustspiel –1989

Am Webstuhl der Seele trotz der Zeit   – Gedichte – 1989

Volkschöpfung – Kulturdrama  1.Teil –1990

Volkdämmerung – Kulturdrama 2. Teil – 1990

Millionenruf zum Menschen – Kulturdrama 3. Teil
– 1990 – 2001

IMPRESSUM

Friedrich, Adolf, Max Grütter, am 8. Juli 1889 in Westpreußen als Sohn eines Volksschullehrers und Botanikers geboren, absolvierte das humanistische Gymnasium zu Marienwerden (Westpreußen), studierte Germanistik und Philosophie in Königsberg, Straßburg, Berlin, Bonn, Göttingen. Er war Kriegsteilnehmer von 1914 bis 1918. Danach arbeitete er als Verlagsmitarbeiter in München, als Pädagogiklehrer in Mecklenburg und ab 1924 als Abteilungsleiter der staatlichen Flüchtlingszentrale in Frankfurt / Oder. Ab 1926 war er in Berlin als Privatlehrer und Schriftsteller tätig.

Grutter-Portrait04Er schrieb in dieser Zeit seine ersten Dramen. Für das Goethejahr 1932 ein Drama “Opferring Mensch” vom Deutschen Theater Max Reinhardts in Berlin als Goethejahrfestspiel in Aussicht genommen, vom Verfasser selbst zurückgezogen, da eine von ihm erstrebte leidenschaftlich religiöse Erneuerung im allgemein materialistisch-atheistischen, in den Mittelparteien oberflächlich formalpolitischen Dahintreiben der Zeit zu den skrupellosen radikalen Nutzenslösungen in weit einflussreichen persönlichen Umweltkreisen keinerlei Echo und Liebe fand. Ab 1933 war er in offenem religiösem Widerstand gegen den Hitlerischen Zwangskirchenkurs und die nationalsozialistische Diktatur zur Jugenderziehung (gegenüber den eigenen Kindern), und er wurde zum religiösen „Wahn“-Fanatiker und Staatsfeind gestempelt und in mehreren Heilanstalten, als zynischem KZ-Ersatz, interniert und zwangssterilisiert. Es gelang ihm in diesen Jahren der Isolation eine Evangelien- Harmonie zu schreiben, die nach Verlagsempfehlung durch Günther Dehn gewertet wurde. Es ist Grütters einziges Werk, das zu seinen Lebzeiten nach dem Krieg von ihm veröffentlicht wurde.
Nach seiner Freilassung 1940 arbeitet er als kaufmännischer Angestellter. Dramen und Lyrik entstehen. (wie Orpheus Triologie Schauspiel, Lustspiel,Schauspiel 1942). Wegen kritischer Äußerungen über Hitler wurde er wiederum mit Verfolgung und Internierung bedroht; es erfolgt ein Fluchtversuch in die Schweiz, der scheitert. Ein Jahr Gefängnis und anschließend bis Kriegsende Sicherungsverwahrung in einer Heilanstalt folgen.
Von 1945-1951 war er in Erlangen freiberuflich schriftstellerisch tätig: Übersetzungen mittelalterlicher lateinischer Kodizes und französische Lyrik regen das Entstehen weitere Dramen an, die sich ebenfalls mit den gleichen sozialethischen Themen auseinandersetzen, wie sie der schöpferische Mensch in immer wieder veränderter Gesellschaft ähnlich erlebt. Astrologische Forschung, darunter Aufsätze zum Nürnberger Tribunal werden erarbeitet.
Ab 1951-1963 in Karlsruhe ansässig. Eine Autobiografie, eine neuartige Psalmenbearbeitung, eine Blake- Übersetzung, eine Sprichwörtersammlung aus verschiedenen Sprachen sind weitere Arbeiten aus seinen vielseitigen Interessengebieten, die letzten Endes immer um die seelische Vergeistigung kreisten, die in einer feindlichen Umwelt ohne Orientierung und Bezug auf ihren Ursprung verkümmert. Weiterhin ist er mit der Bearbeitung, Ordnung und Herausgabevorbereitung von ca. 20 Werken beschäftigt, dichterisch in der Hauptsache Dramen klassisch-ethischen Gepräges mit der Tendenz, die noch immer in Geist-Nihilismus hintreibende, materiell-agnostizistische Zeitstruktur zu überwinden. Am 1. August 1963 stirbt Friedrich Grütter in Karlsruhe.